Endlich angekommen

Bienvenido und herzlich willkommen zu meinem Reiseblog, in dem ich wöchentlich Updates zu den Erfahrungen meines neusten Abenteuers mit euch teilen werde.

Mein Name ist Julius und ich habe mich nach meinem kürzlich abgeschlossenen Abitur dazu entschieden, erneut in die weite Welt zu ziehen, um nochmal ein bisschen was zu erleben, bevor es dann mit dem “echten Leben” wie es so schön heißt weitergeht.

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Dieses Mal geht die Reise ins schöne Ecuador im Nordwesten Südamerikas. Hier werde ich die nächsten drei Monate verbringen und in der Zeit viele verschiedene Orte besuchen. Den ersten Monat bin ich in Ecuadors Hauptstadt namens “Quito”, der höchsten Hauptstadt der Welt auf 2.800m. Wie in den meisten Teilen Südamerikas ist Spanisch die Landessprache. Ich musste ziemlich schnell feststellen, dass meine fünf Jahre Schul-spanisch leider nicht allzu hilfreich waren und ich mich aktuell noch primär mit meiner Übersetzer-App durchkämpfen muss. Das sollte sich allerdings sehr bald ändern, da ich ab dem kommenden Montag einen Spanisch-Crashkurs belegen werde, um mich so schnell wie möglich richtig verständigen zu können. Die meisten Ecuadorianer sprechen nämlich auch kein Englisch, was meinen Fortschritt aber hoffentlich nur beschleunigen sollte. Anschließend geht es in Richtung Westen nach “Ibarra”. Dort kann ich meine neuen Sprachkenntnisse direkt auf die Probe stellen bei einem Journalismus-Praktikum. Danach gelang ich zur Station, auf die ich mich am meisten freue: Es geht in den Amazonas-Dschungel; in den Ort “Puyo”, um genau zu sein. Dort wohne ich bei einer Familie in einem abgelegenen Dorf, der mehrere Hektar Naturreservoir gehört. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, mit der Hilfe interessierter Freiwilliger wie mir, verletzte wilde Tiere aller Art aufzupäppeln und dann wieder freizulassen. Der Amazonas hat die weltweit größte Artenvielfalt, weshalb ich sehr aufgeregt und gespannt bin, was dort auf mich zukommen wird.

Vor zwei Tagen am 5. Oktober ging für mich die holprige Reise in dieses außergewöhnliche Land vom Flughafen Berlin Tegel los. Der Plan war es, über Madrid und Miami innerhalb eines Tages durchzureisen. In Madrid angekommen musste ich allerdings feststellen, dass mein Anschlussflug um zwei Stunden nach hinten verschoben worden ist. Nicht weiter schlimm dachte ich, eine knappe dreiviertel Stunde Umsteigezeit hätte ich immerhin noch gehabt. Was ich nicht eingeplant hatte, war die enorme Paranoia der Amerikaner, was die Sicherheit betrifft. Nach einer riesigen Schlange an beiden Security-Checks war dann auch schon die Boardingzeit vorbei und mein Flieger weg, inklusive meines Gepäcks, welches nun schon mal auf dem Weg nach Equador war.

Ich muss aber ehrlich sagen, dass mich das alles andere als gestört hat. Als Entschädigung gab es nämlich ein Platinum-Zimmer am bekannten Miami Beach inklusive Abendessen und Frühstück und ich konnte noch eine kostenfreie Nacht in den Staaten verbringen. Man kann sich nicht beschweren 🙂

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Am nächsten Tag ging es dann um 16:00 Uhr weiter nach Quito, zumindest war das der Plan. Anstatt den Hotelshuttle zurück zum Flughafen zu nehmen, wollte ich die letzten Stunden nochmal in die Stadt und von da aus mit dem Zug zurückfahren. Soweit kein Problem, hätte ich Spezialist mich nicht in die falsche Bahn gesetzt. Also nach zwei Stationen und stärker werdenden Kopfschmerzen ging es also wieder zurück , perfekter Weise inklusive Zugverspätung, wodurcg ich 15 Minuten nach Ablauf der Checkin-Zeit endlich am Miami International Airport angekommen bin.

Diesen Flug konnte ich also auch vergessen. Zu meinem Glück sind die Floridianer sehr gelassen und hilfsbereit und nach einigen Gesprächen wurde mir die 200$-Gebühr für einen neuen Flug erlassen, worauf hin ich 2 Stunden später endlich boarden konnte.

Nachts erreichte ich dann endlich mein Ziel, wo ich bereits von einem Taxifahrer erwartet wurde. Auf der 45-Minütigen fahrt zu meiner Unterkunft musste ich dann wie vorhin bereits erwähnt feststellen, wie lückenhaft meine Spanischkenntnisse doch sind. Ein bisschen konnte ich mich unterhalten, doch spanische Muttersprachler tendieren wie ich damals schon in Chile festgestellt habe dazu, sehr schnell und ziemlich undeutlich zu reden. Ich werde mich daran aber schon noch gewöhnen.

Ich wohne hier im Zentrum Quitos bei einer sehr netten älteren Dame namens Martha mit ihrem Pudel “Chocolate”. Sie nimmt schon seit 10 Jahren Studenten aus aller Welt mit viel Freude auf. Gerade gab es ein däftiges Mittagessen bestehend aus einer Spargelsuppe gefolgt von einem Steak mit Reis und Avokado.

Für die Menge gibt es aber einen guten Grund, traditionell essen die meisten Ecuadorianer nämlich kein Abendessen. Aber keine Sorge, ich werde schon nicht verhungern. Martha kocht immer sehr viel, auch für andere Hausbewohner. Es ist also immer genug da.

So, das war meine chaotische Reise bisher. Ich mach mich jetzt auf den Weg in die Altstadt und guck mich erstmal ein bisschen um. Unten findet ihr jetzt noch ein paar Bilder von der Wohnung und dem Ausblick. Auch wenn es ziemlich frisch aussieht, ist es vom Wetter her total angenehm und man kann ohne Probleme im T-Shirt rumlaufen.

Ich werde mich bald wieder melden, bis dann erstmal Adiós von meiner Seite!

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